• kollektiv vier

Wir gehen auf eine Reise und bleiben kollektiv vier

In einem Auto gefüllt mit Styroporelementen und den Fotos der INSIGHT-Kollektion im Gepäck fuhren wir im Sommer 19 müde und zufrieden zurück nach Zürich. Die intensiven Tage im Fotostudio in Fribourg, Johannas Heimatstadt, waren wunderbar. Mit dem Fotografieren der Kollektion schliessen wir jeweils den Design-Teil des Prozesses ab und es beginnt eine neue Phase. Das gibt Raum für Neues. Es sprudelte aus uns heraus - Gedankenspiele und Ehrlichkeit. Wir hatten Lust auf Freiraum, auf Machen, auf Italien, auf Wind, auf weniger Büro und mehr Atelier, auf weniger Struktur und mehr Gestalten, auf Fokus ohne Unterbruch.


links: Kulisse INSIGHT, 2019 / rechts: Gruppenbild kollektiv vier, 2015


Einige Wochen später ging das Gedankenspinnen weiter. Auf der Dachterrasse redeten wir über Bedürfnisse und Träume. Dabei betrachteten wir das kollektiv als vierte Person. Welche Bedürfnisse hat das kollektiv ? Und wie können wir alle vier Ansprüche unter einen Hut bringen? Verblüfft stellten wir bei einem Glas Pastis fest, dass wir uns bereits zehn Jahre kennen. Von Mitstudentinnen wurden wir zu Freundinnen und zur Freundschaft kam die geschäftliche Partnerschaft hinzu. Die Übergänge sind fliessend und die Rollen selten klar trennbar. Wir haben gelernt, vor einer Sitzung «Freundinnenzeit» anzukündigen. Wir haben zusammen gewaltfreie Kommunikation geübt und die Methode von de Bono`s Hüten kennengelernt. So nahe zusammen zu sein und als gleichberechtigte Inhaberinnen zu arbeiten, mit dem Ziel, dass jede ihre Bedürfnisse wie Ausbildungen, Reisen und Familie neben dem kollektiv ausleben kann, ist eine Herausforderung. Es braucht viele Gespräche, Toleranz, Liebe und Vertrauen.


Seit einem Jahr planen und freuen wir uns auf unsere Auszeit. Das Konzept ist simpel: Jede hat kollektiv-freie Zeit und jede ist für zwei Monate für das reibungslose Weiterlaufen des Geschäftes zuständig. Die Umsetzung brauchte viel Organisation, Kommunikation und Planung. Nun sind wir startklar.


Wir teilen unsere Auszeit in zwei Teile. Im ersten Teil werden wir persönliche Interessen und Projekte verfolgen. Wir wollen gestalten. Alleine arbeiten – wer sind wir ohne die Anderen? Was uns verbindet, ist ein gemeinsames Thema, welchem wir unabhängig voneinander nachgehen: IDENTITÄT. Den letzten Monat werden wir zu Dritt verreisen. Dann sammeln und sortieren wir das Entstandene und freuen uns auf das daraus Wachsende.


Wie geht es uns jetzt? Ein bisschen wie vor den Sommerferien früher. Grosse Vorfreude vermischt mit Wehmut. Emotional, weil wir uns die nächsten Monate nur selten sehen werden. Nervös, weil wir uns auf etwas Unbekanntes einlassen. Gespannt auf das Wiedersehen im Dezember.


Eva für kollektiv vier


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